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» Zappanale #23 August 1 - 4, 2012 The Torture stops in 72 days ! 01./02./03./04. Festival Ground » Magma
Musik an sich ist eine Kunst, genau so, wie Malerei oder Bildhauerei. In der Kunstform Musik gibt es etliche Stilrichtungen und Künstler, die sich diesen verschreiben. Und es gibt Einzigartiges, völlig Anderes, für sich Alleinstehendes ... und genau das hat Christian Vander mit seiner Formation MAGMA geschaffen. Weil man/frau halt alles in Schubladen stecken möchte, werden MAGMA all zu gerne in der Kategorie „Prog“ eingeordnet, was dieser „Band“ wahrlich nicht gerecht wird. Für MAGMA gibt es einfach keine Schublade, weil sie eine eigene Kategorie in der Musikwelt darstellen. Das fängt schon damit an, dass in einer eigenen Kunstsprache gesungen wird: Kobaianisch, was sich mit „himmlische Musik“ übersetzen lässt. Damit entstand ein faszinierendes Genre musikalischen Schaffens: "Zeuhl". Die Musik lebt, wird angetrieben, plätschert manchmal monoton dahin und explodiert völlig unvermittelt und dermaßen, dass es die Hörer erschauern lässt. Man zuckt unvermittelt zusammen ob der Urgewalten, die sich plötzlich auftun und kann wenig später erleichtert durchatmen und feststellen, diesen Moment ohne Infarkt überstanden zu haben. Christian Vander ist es eindrucksvoll gelungen, im Laufe mehrerer Jahrzehnte trotz mehrfacher Besetzungswechsel und einigen zum Teil längeren Pausen, MAGMA am Leben zu erhalten. Er treibt das Geschehen, gemeinsam mit einer Weltklasse-Rhythmusabteilung an. Hypnotische, repetitive Strukturen, Einflüsse von Jazz, osteuropäischer Folklore und moderner Klassik, ergänzt durch massive Chorvocals fesseln die, die sich auf ein solch akustisches Abenteuer einlassen. Das Einzige, an dem sich MAGMA messen lassen muss, ist die Band selbst. Und so gibt es nun mal das Hauptwerk „Mekanïk Destruktïw Kommandöh“, das jede/r zumindest einmal im Leben gehört haben sollte. Denn genau das werdet Ihr erleben: Der Rhythmus, das Melodiefragment wird solange wiederholt, intensiviert, bis sie Euch endgültig am Haken haben. Ja, auch die ganz Harten werden gefangen genommen ob dieser Dramatik, Zärtlichkeit und Melancholie dieses Werkes. Lasst uns nach dem Planeten Gong nun die wunderbare Welt von Kobaia entdecken! Magma bei Wikipedia |