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August 1 - 4, 2012


The Torture stops in 72 days !
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» Alice Cooper

 

BIOGRAPHIE


ALICE COOPER, geboren am 04.02.1948 in Detroit als Vincent Damon Furnier, gilt als einer der Wegbereiter der heute gängigen aufwendigen Bühnenshows in der Rockmusik. Durch die damals provokanten Texte und seine spektakulären und theatralischen Auftritte, in deren Verlauf er nicht selten in Zwangsjacken gesteckt wurde und seine Hinrichtung durch Enthauptung oder am Galgen simulierte, erreichte er vor allem in den 1970er und 1980er Jahren ein Massenpublikum. Viele Platten von ALICE COOPER waren kommerziell außerordentlich erfolgreich. ALICE COOPER wurde im März 2011 in die ROCK AND ROLL HALL OF FAME aufgenommen.

Zahlreiche Musiker und Rockgrössen, darunter OZZY OSBOURNE, KISS, KING DIAMOND, RAMMSTEIN, MARILYN MANSON, SLIPKNOT, ja sogar DAVID BOWIE wurden maßgeblich durch ALICE COOPER’s Musik und seine Show beeinflusst.


Für seine finanzielle Unterstützung bekam COOPER von der christlich-liberalen Grand Canyon University in Phoenix (Arizona) im Mai 2004 den Ehrendoktortitel „Doctor of Music” verliehen.

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1964 gründete Alice Cooper, damals noch als Vincent Furnier, seine erste Gruppe THE EARWIGS. Die Band war regional bekannt und spielte BEATLES-Songs nach. 1965 änderte die Band ihren Namen und wurde zu THE SPIDERS, die Band spielte Coverversionen, in erster Linie Titel der ROLLING STONES und der YARDBIRDS. 1967 änderte die Band abermals ihren Namen und wurde zu THE NAZZ. Um Verwechslungen mit der gleichnamigen Gruppe um TODD RUNDGREN zu vermeiden, erfolgte 1968 die Umbenennung in ALICE COOPER, mit MICHAEL BRUCE und GLEN BUXTON an den Gitarren, DENNIS DUNAWAY am Bass und NEAL SMITH an den Drums.


1968 traf die Band auf FRANK ZAPPA und veröffentlichte 1969 und 1970 zwei Alben bei dessen Label STRAIGHT RECORDS – leider mit wenig Erfolg. Anschließend entwickelte die Band zusammen mit Produzent BOB EZRIN ihren klassischen Sound.


Ab 1970 entwickelte die Band ihre charakteristische Bühnenshow mit Sänger ALICE COOPER im Mittelpunkt. Mit einem bisher in diesem Umfang noch nie dagewesenen Aufwand an Lasereffekten, Kostümen, Make-up und Requisiten aus der Folterkammer führte die Band auf ihren Tourneen grelle Horrorshows auf, in deren Verlauf ALICE COOPER mit einer Boa hantierte, große Mengen künstliches Blut vergoss, in Zwangsjacken gesteckt, auf andere Arten gefoltert wurde und als „Höhepunkt” mittels Erhängen oder Enthauptung jeweils seine Hinrichtung simulierte. Für Kritiker waren die Spektakel Beleg dafür, wie sehr sich eine Band „heutzutage anstrengen muss, um den Schockeffekt zu erzielen, den einst Elvis mit einem einfachen Hüftschwung auslöste”. Zuweilen ging die Rechnung mit der kalkulierten Provokation auf, und COOPER‘s Shows riefen die Stadtverantwortlichen auf den Plan, die Konzerte wurden wegen „Jugendgefährdung” erst ab 18 Jahren freigegeben. Die Folge: In ihren erfolgreichsten Zeiten waren COOPER-Tourneen regelmäßig ausverkauft. In einem Interview sagte ALICE COOPER über seine Bühnenshows: „Bei mir gibt es keine Anspielungen auf den Satanismus. Ich spiele manchmal den Bösen, den Schurken, aber er wird am Ende jedes Mal getötet. Am Schluss gibt es eine Auferstehung, es ist ALICE im weißen Frack. […] Wir führen ein klassisches ‚Morality Play‘ auf. Mein Pastor kam einmal in die Vorstellung und sagte, dass er eine Figur zwischen Gut und Böse erlebt habe, wobei am Ende das Gute die Oberhand behielt. Das ist es, was die Bibel im Buch der Offenbarung lehrt: Satan hebt seinen Kopf, doch wird er vernichtet.“


Nachdem die Band mit dem Hit „I’m Eighteen“ aus dem Album „Love It To Death“ 1971 einen ersten größeren Erfolg hatte und auch mit dem Nachfolgealbum „Killer“ weiterhin Furore machte, gelang 1972 mit dem Konzeptalbum „School's Out“ und dem gleichnamigen Top-10-Hit der endgültige Durchbruch. Das Nachfolgealbum „Billion Dollar Babies“ (1973) war noch einmal ungleich erfolgreicher und machte die ALICE COOPER zu einer der größten und bedeutendsten Rockgruppen ihrer Zeit. Große Hits dieses Albums waren unter anderem „Elected“ und „No More Mr. Nice Guy“.


Nach dem weniger erfolgreichen Album „Muscle of Love“ (1973) folgte im folgenden Jahr die (niemals offiziell erklärte) Auflösung der Band, um allen Mitgliedern Zeit für Soloprojekte zu geben - die allerdings alle - bis auf das des Sängers ALICE COOPER (unter anderem „Welcome To My Nightmare“) niemals veröffentlicht wurden.


Die Band fand sich später unter dem Namen „Billion Dollar Babies“ noch einmal für kurze Zeit zusammen. Ihr einzig erschienenes Album war „Battle Axe“.


Sänger ALICE COOPER setzte seine Karriere als Solomusiker fort, er änderte seinen Namen Vincent Furnier nach einem Streit um die Rechte an dem Bandnamen ALICE COOPER auch offiziell in diesen Namen um. Von diesem Zeitpunkt an wechselte er die ihn begleitenden Musiker in regelmäßigen Abständen. Künstlerisch wollte er fortan noch mehr auf Konzeptalben und bei seinen Konzerten auf eine stark visuelle Bühnenshow setzen. Mit neuen Musikern gelang ihm das mit seinem erfolgreichen Album „Welcome to My Nightmare“ (1975) und der anschließenden Tour, die Ballade und Single-Auskopplung „Only Women Bleed“ wurde ein Hit. Die folgenden Alben, mit Ausnahme von „Alice Cooper Goes to Hell“ (1976), waren weniger erfolgreich, außerdem wurde COOPER in den folgenden Jahren zu einem starken Alkoholiker. Eine Entzugtherapie war erst 1978 erfolgreich. Seinen Alkoholismus und die Eindrücke in der Entzugsklinik verarbeitete er im selben Jahr in dem Album „From the Inside“, das er zusammen mit ELTON JOHN‘s Texter BERNIE TAUPIN schrieb, der ebenfalls alkoholkrank ist. Es ist ALICE COOPER‘s am stärksten persönlich geprägtes Album, und er selbst nennt es sein „classiest-sounding Album”.

 

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1981 folgte ein Rückfall, welcher sich auch auf sein musikalisches Schaffen auswirkte. Die nächsten vier Alben zwischen 1980 und 1983 zeichnen sich vor allem durch bizarre Texte aus und waren wenig erfolgreich. Seit 1984 hat ALICE COOPER nach eigenen Angaben keinen Rückfall mehr erlitten. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagte COOPER über sein Alkoholproblem: „Gott hatte diese Gier nach Alkohol von mir genommen. […] Für die Ärzte war ich der klassische Alkoholiker, aber hier handelt es sich nicht um eine medizinische, sondern um eine spirituelle Angelegenheit. Ich bin in einer christlichen Gemeinschaft aufgewachsen. Mein Vater, mein Großvater waren Priester, auch der Vater meiner Frau übrigens. Deshalb gab es Leute, die für mich gebetet haben, für mich, für den Inbegriff des Nichtchristlichen. Diese Gebete wurden erhört. Du musst eine ungeheure Willenskraft haben, sagen die Leute, wenn sie von meiner Abstinenz sprechen. Doch das stimmt nicht. Ich bin schwach und fehlbar wie alle, aber diese Gier wurde von mir genommen.“


Für die folgenden zwei Alben tat sich ALICE COOPER 1986 mit dem Gitarristen KANE ROBERTS zusammen. Die Alben gehen wieder deutlich mehr in Richtung modernen Hardrock und orientieren sich an zeitgenössischer Musik von Bands wie BON JOVI oder AEROSMITH. Erneuter weltweiter Erfolg gelang ALICE COOPER 1989 mit seinem Album „Trash“ und dem Hit „Poison“. Auf dem, von Hitproduzent DESMOND CHILD produzierten Album sind auch zahlreiche Gastmusiker zu hören.


Diese erfolgreiche Zeit fand auch Ausdruck in ALICE COOPER‘s Gastrolle in dem Kinofilm „Wayne's World“ (von und mit MIKE MYERS und DANA CARVEY), in dem er mit dem Song „Feed My Frankenstein“ von seinem Album „Hey Stoopid“ (1991) auftritt.


1994 brachte COOPER mit „The Last Temptation“ seit langer Zeit wieder ein klassisches ALICE COOPER-Konzeptalbum heraus. Das Album ist düsterer als die Vorgängeralben und orientiert sich mehr an COOPER’s Werken aus den Siebzigern. 1999 erschien „The Life and Crimes of Alice Cooper”, das Outtakes von 1965 bis 1999 beinhaltete. Die nächsten Alben „Brutal Planet“ (2000) und „Dragontown“ (2001) handeln von den Missständen auf der Erde und sind musikalisch deutlich härter als alle Werke zuvor. Das auf drei Alben angelegte Konzept ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Ein Teil der Atmosphäre dieser Konzerte ist auf der DVD „Brutally Live“ festgehalten.


Seit der 2000er „Brutal Planet“-Tour tritt auch ALICE COOPER‘s Tochter CALICO in den Shows mit auf, so wie es früher auch schon ihre Mutter Sheryl (z.B. auf der 1975er „Welcome to My Nightmare“-Tour) getan hatte. Sie spielt verschiedene Rollen, wie eine Krankenschwester, eine Domina oder sogar BRITNEY SPEARS, und lässt sich als PARIS HILTON von ihrem Handtaschen-Chihuahua in die Kehle beißen. 2005 war auch COOPER‘s Sohn mit von der Partie und spielte einige Charaktere auf der Bühne.


Weitere Alben folgten. Bis heute geht Alice Cooper regelmäßig auf Tour, wobei er ab und zu als Co-Headliner mit anderen Grössen der Rockmusik auf der Bühne steht, so z.B. mit DEEP PURPLE im Februar 2006 und mit WHITESNAKE im Winter 2008.


Nebenbei betreibt er ein Restaurant namens „Cooperstown” in Phoenix, Arizona. Außerdem moderiert er die Radiosendung „Nights with Alice Cooper”, die von zahlreichen Radiosendern weltweit ausgestrahlt wird. Seine Freizeit verbringt er mit Golfspielen, seinen drei Kindern sowie seiner Frau, mit der er seit über 30 Jahren verheiratet ist.


Am 2. Dezember 2003 wurde ALICE COOPER sein eigener Stern auf dem legendären „Walk of Fame“ verliehen.


Am 5. August 2010 trat Alice Cooper unter dem Motto „A Night to Remember“ zum ersten Mal beim legendären „Wacken Open Air“. 2011 veröffentlichte er Welcome 2 My Nightmare, ein Album, das die 1975 begonnene Geschichte um die Figur des Steven wieder aufgreift und ihn neue Albträume durchleben lässt.


Im Sommer 2012 tourt ALICE COOPER durch die europäische Festivallandschaft und ist während dieser Tour auch am 05.08. bei der ZAPPANALE in Bad Doberan zu Gast.

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