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» Lapis Lazuli

Lapis_Lazuli_5WebCrew: Was dürfen wir von Euch erwarten?

Neil Sullivan: Lapis Lazuli ist ein Musiker-Kollekt, das ein Konzept vereint, welches absolut frei von musikalischem Schubladen-Denken ist. Der Wille nach einer Vereinigung von ungewöhnlichen und schrägen Genres und Klängen quer durch Raum und Zeit hat uns zusammengebracht.

Bombastische Beats und globale Grooves werden in Verbindung mit den Texten zu einem Klangteppich kombiniert, die Melodien werden von den beiden Zwillingsgitarren, Flöte, Trompete, Didgeredoo und Synthesizer Sounds geschaffen, alte Geschichten werden aus dem Schatz unserer Erfahrungen erzählt.

Live mögen Lapis Lazuli es, frei zu jammen, um ihre Songs in ausgedehnte groovende Improvisationen einzubetten, wobei punktiert obskure Eckpunkte und melodische Passagen einer geradezu kindlichen Naivität vielseitiger Varietät von Stilarten begegnen.

Über die letzten 5 Jahre hat sich die Band Lapis Lazuli stetig weiterentwickelt, hin zu ihrer gegenwärtigen Inkarnation. Anfänglich mit einem punkartigen prog-rock-Outfit, gelangte die musikalische Ausrichtung zu ihrem heutigen Status, der inspiriert ist durch einen großen Umfang weltweiter musikalischer Stile.

Dadurch, dass sie insbesondere genau darauf aufpassen und lange, neoklassische Erzählungen prae-dominanter instrumenteller Musik offeriren, widersteht die Musik von Lapis Lazuli sämtlichen Konventionen. Derartiger psychedelischer Prog-Rock fand seinen Ursprung im Land des Canterbury Sound.

Mit einer Tendenz zu Funk, Rock und Afrobeat beinhaltet die Musik auch zeitgemäßen Jazz, Elemente von Reggae, Trance, Folk, Dub; alles sorgsam neben musikalische Grundstrukturen aus Indien, Kuba, Osteuropa, dem Mittleren Osten, Spanien, Australien und auch abstrakten Mustern gestellt. Peinlich genaue Dynamik schafft ein vielfältiges und interessantes Set, sei es, um das Publikum zum Tanzen zu bringen, oder zum Staunen.

WebCrew: Hat Euch die Canterbury Szene oder vielleicht sogar Frank Zappa beeinflusst?

Ja, in der Tat beides. Frank Zappa ist ein Genre für sich und der Canterbury Sound ist allgegenwärtig durch den Äther seiner Region. Einflüsse bestehen durch Frank Zappa, Soft Machine, Gong, National Health, Modest Mouse, Mahavishnu Orchestra, Mars Volta, Fela Kuti, The Ozric Tentacles, King Crimson, Funkadelic, Hendrix, Miles Davis, Omar Rodriguez-Lopez, Jamiroquai, Robert Wyatt, Astor Piazzolla, Airto, Irakere, At The Drive-In, Burning Spear und Jethro Tull.

 

WebCrew: Wen dürfen denn mit welchem Instrumentarium mit Lapis Lazuli erwarten?

Adam Brodigan-Drumkit
Dave Brittain-Percussion,  Keys, Flute, Trumpet, Didgeridoo, Voice
Cam Dawson -Bass, Synth
Dan Lander- Guitar
Neil Sullivan-Guitar, Midi Guitar
Phil Holmes-Saxophone, Accordian, Pipes

 

WebCrew: Was bedeutet es für Euch, bei einer Zappanale aufzutreten?

Neil Sullivan: Bei einem Festival zu spielen, das zu Ehren Frank Zappas ausgerichtet
wird, ist eine große Ehre für uns. Viele von uns sind sehr durch sein Werk beeinflusst. Man kann das ganz sicher in unserem Sound hören, bei den dramatisch schnellen Wechseln von Stil und Genre. Er war ein fruchtbarer und produktiver Komponist, ebenso ein Virtuose, der seinen eigenen Sound geschaffen hat und der mehr oder weniger für lange Zeiten im Studio gelebt hat. Da wir von Canterbury, England, kommen, ist unser Ziel, diese Gelegenheit zu nutzen, durch Nordeuropa zu touren und den neuen Canterbury Sound zu verbreiten.

 

WebCrew: Gibt es sonst noch etwas, was die Leser von Lapis Lazili wissen sollten?.

Neil Sullivan: ja … ein paar Pressestimmen:

„Ein mächtiger Sound - überwältigend, engagiert und (genau, wie ich es mag) komplex ohne seelenlos zu sein. Da war diese fesselnde Rock'n'Roll Energie, trotz der Post-Rock Natur ihrer Kompositionen. Ich fühle ein mächtiges kreatives Potential, was in diesem Ensemble schlummert…
... Lapis hat einen starken Eindruck hinterlassen... sie spielten ein 140 Minuten langes Set im 'Ballroom' für das Sounds New Festival... und sie wirkten wirklich sehr kompakt. Da geht so viel ab mit der Band dass man es kaum schafft, mitzukommen. Die meisten ihrer Stücke sind mind. 15 Minuten lang, mit vielen Drehungen und Wendungen, Instrumenten-, Tempi- und Stimmungswechseln. Es existiert nach wie vor eine starke Prog-/Post-Rock Grundlage, aber Phils Tenorsax-Spiel hat einen interessanten Zirkus-/Zigeuner-/Balkan-Geschmack hineingebracht... manchmal erinnerte mich der Sound an die klassische Aera der Cardiacs.
Phil spielt auch manchmal Akkordeon, daher taucht die Stimmung auch Richtung Tango ab, wie auch in eine Art von epischem 'Spacefunk', Big Bird genannt, welches in ein shakuhachi Soli mündet (genauso, wie es auch Teile von The Sugarhill Gang's 'Rapper's Delight' verwendet). Sie haben einen mächtigen, ausgedehnten Sound, mit Cameron am Bass und Adam an den Drums verfügen sie über eine wahrlich beeindruckende Rhythmus Sektion. Dieses lange Set war durchweg unterhaltend, keineswegs  vor sich hintreibend, erlahmend oder langweilig oder wiederholend werdend - Ein mächtiger Sound, unwiderstehlich, mitreißend - komplex ohne seelenlos zu wirken.“

Matt Watkins, The Spring

http://soundsfromthespring.blogspot.com/


„Canterbury war einstmals berühmt für seine improvisatorsische, komplexe und psychedelische Musik. Wenn sich Geschichte ruhmvoll wiederholt ist es für einen Studenten von dort schwer, nicht aufgeregt zu sein, wenn man sowas wie Lapis Lazuli erlebt... Diese langen Kompositionen gehen weit über standartisierte Rocksong-Strukturen hinaus, sie bewegen sich vielmehr von reinen jazzinspirierten Momenten hin zu deutlich schnelleren Tempi und ebenso beschleunigenden Rhythmen, was beweist dass diese Band zweifelsohne in der Lage ist, mehr als nur einen Sound zu produzieren.“

Kelly O’Neill – Rhythm Circus  April 2011


Homepage: http://www.myspace.com/lapislazulisounds

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