Humble Grumble kredenzen einen ironischen Cocktail diverser musikalischer Stilrichtungen.
1996 formierten sich Humble Grumble aus Dearest Companion, einer belgischen Band, bestehend aus Jazz- und Folk-Musikern. Zunächst widmeten sie sich dem Folkrock und weniger dem Jazz. Jedoch immer mit einer gehörigen Portion Humor. In den Anfängen der Band komponierte Gabor Humble Vörös (damals noch mit Tom Theuns) die Musik.
Im Laufe der Jahre wechselte die Besetzung und mit ihr die musikalische Ausrichtung. Die Entwicklung ging hin zum Jazz und Progressiven, insbesondere dem der 70er Jahre. In ihren Live-Shows zeigt sich ihre äußerst ungezwungene Vielseitigkeit und Originalität. Der Stilmix aus Jazz, Rock, Avantgarde und Folk, stets in Verbindung mit humoristischen Einlagen brachte sie zwangsläufig in Zusammenhang mit zappaesker Musik.
Nun gut, ist der geneigte Hörer ob dieser Mixtur verwirrt, wird schnell einmal Zappa für Erklärungen bemüht. Mit Blick auf Humble Grumble hinkt der Vergleich jedoch mächtig, stehen doch geschmeidige Klänge und ausgesprochen schöne Melodien im Vordergrund. Nur gelegentlich wird man durch spontane Absurdität und unvorhersehbare Überraschungsmomente aus dieser Wohlfühloase herausgerissen.
Bei ihrem jüngsten Album „Flanders Fields“ (2011, AltrOck-Label) wirken neben Megan Quill und Lisa Jordens jede Menge Gastsängerinnen mit, die mittels manchmal geradezu schlagerhaften Melodien Humble Grumble zu erstaunlicher Lockerheit verhelfen und somit zu eben dieser Mischung aus Avantgarde, gepaart mit Ironie und Humor beitragen.
Humble Grumble sind im Vergleich zu ihren etwas rockigeren Anfängen deutlich ruhiger geworden, die Musik homogener, gar nicht mehr so schräg aber sehr unterhaltsam. Wir werden unseren Spaß haben mit den Belgiern, insbesondere dann, wenn die Gitarre mal wieder an Daevid Allen erinnert und ihr ironisch-humorvoller Jazzbrassprog den oder die Eine/n von uns sogar zum Tanzen animiert.