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KINO – Guy Bickel (US)

KINO – Guy Bickel (US)

Behind the Garage Door

“Hallo… spricht da Jerry Outlaw von Bogus Pomp? – Hey, mein Name ist Guy Bickel. Ich hab für Frank in den späten 70ern gearbeitet. Ich war für den Sound zuständig (Soundmonitore) bei den Touren 1978/79 in Europa und Amerika. Obwohl ich Bogus Pomp schon eine ganze Weile kenne, haben wir bisher noch nicht die Möglichkeit gehabt, uns persönlich zu treffen. Ich arbeite gerade an dieser Idee einer „behind-the scenes“ Präsentation und hab mich gefragt, ob Du Interesse hättest an einer Art „Opening Act“ oder so was in der Art?“ … Und so fing das damals an mit „Behind the Garage Door“.

1978 hatte ich eine Menge Bilder von der 78/79 Zappa Tour aufgenommen… die Tour, die sich zwischen Sheik Yerbouti und Joe’s Garage abspielte. Wir hatten einige bemerkenswerte Gigs einschließlich der Open Air Festivals in Europa, Saturday Night Live, und eine Woche im Palladium in New York an Halloween gehabt.

Da hab ich all das mitbekommen, von der Inspiration zu “Why Does It Hurt When I Pee” bis zum offiziellen “Crew Slut”, und sogar “Conehead”; eigens geschrieben für den Saturday Night Live Auftritt.

Aber Jerry hatte eine Idee. Er suchte nach etwas Anderem und wollte ein Zappa-Wochenende. Ich sollte Freitagabend im Palladium in St. Petersburg, Florida mit meiner Diashow auflaufen und am Samstag sollte das Bogus Pomp Orchestra spielen. Übrigens: Es war ein mörderischer Auftritt.

Und so kam der große Tag…. Aber leider beschloss das größte Unwetter seit Jahren, sich über Zentralflorida niederzulassen. Und ich meine damit ein WIRKLICH FIESES Wetter den ganzen Tag über und die ganze Nacht. Niemand, der alle seine Sinne beisammen hat, würde am Abend ausgehen, um die Diashow irgendeines Typen anzusehen. Ich befürchtete eine Katastrophe…. Aber Saint Alfonso lächelte auf mich herab und und siehe da: Das Theater begann, sich zu füllen. Nicht ausverkauft, so weit ging es denn doch nicht, aber überall waren Leute.

Die Show begann. Sie lachten, sie schrien auf, sie kommentierten, sie applaudierten immer wieder. Und als die Crew Slut auf die Bühne trat … war es wie das spielentscheidende Tor. Hinterher gab es von allen Seiten Komplimente, sogar von der Crew des Hauses. Sie sagten, es sei die beste Präsentation gewesen, die sie jemals gesehen hätten. Wie lange ich das schon machen würde? Ich lächelte, schüttelte Hände, und genoss den ersten Anflug einer Micro-Berühmtheit.

Aber damit endete es nicht. Da Bogus Pomp schon mehrere Male vor unserem Treffen auf der Zappanale gespielt hatte, dachte Jerry, es wäre eine gute Idee, sich mal mit Mick Zeuner in Verbindung zu setzen und vorzuschlagen, dass ich meine Show auch auf der Zappanale präsentiere. „Das ist genau die Sache, die richtige Zappafans lieben werden“, sagte Jerry.

So kam eins zum andern und bald darauf sandte ich Mick ein paar Beispiele meiner Präsentation. Großartige Beispiele, nur gab es da ein Problem…. Meine Wort-für-Wort-Übersetzung vom Englischen ins Deutsche war einfach nicht gut genug für ein sprachgewandtes Zappapublikum. Zu Hilfe, Mick! Und Mick half, die originalen Beispiele, die ich an die Arf-Society gesandt hatte, zu übersetzen und kam dann, bei seinem wirbelwindartigen Besuch in den USA im Februar 2016 bei mir vorbei, erklärte mir alles über die Zappanale und übersetzte freundlicherweise den Rest, während ich uns Tandoori Chicken und Saag Paneer zum Abendessen zubereitete. Verdammt, das war wirklich nett! Danke Mick.

Und jetzt haben wir Ende März. Die Zappanale steht vor der Tür. Behind the Garage Door ist auf dem Laptop, und ich bekam gerade von Rajko die Nachricht, dass alles ok ist mit dem Technikplan, ich hab mein E-Ticket, was verdammt in Ordnung ist, und ich hab gerade meinen ersten deutschen Satz gelernt: Wo ist die Toilette, bitte?

Ich glaube, ich bin bereit.

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© Zappanale Festival 2017